COOLMÜHLE SOLIDAR FESTIVAL 2020


NEUSTART 2021!


In der Hoffnung, das Projekt COOLMÜHLE SOLIDAR FESTIVAL zugunsten der IUVENTA 10 Crew in diesem Jahr noch verwirklichen zu können, haben wir den Termin immer wieder verlegt.  Doch die Covid 19- Pandemie und die dadurch vorhandenen Bestimmungen haben uns gezwungen, das Festival in diesem Jahr abzusagen.

 

 

 

Wir werden jedoch auch im nächsten Jahr versuchen, ein ähnliches Festival auf die Beine zu stellen!

 

 

Wir danken allen, die sich gemeinsam mit uns bemüht haben, eine solidarische Aktion für die IUVENTA 10 Crew zu organisieren. Allen die sich mit Ideen, guten Wünschen, Angeboten etc. beteiligt haben – ein riesengroßes Dankeschön!

 

 

 

Hoffentlich beim nächsten Mal –  wir sehen zumindest diesbezüglich positiv in die Zukunft!

 

 

 

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Aber – so traurig wie wir darüber sind abzusagen – so wütend sind wir.

 

 

 

Die Anklage gegen die IUVENTA 10 Crew wird noch immer aufrechterhalten. Weiterhin besteht für alle Menschen, die sich auf diesem Gebiet engagieren, die Gefahr juristische Probleme zu bekommen. Und noch immer sitzen als angebliche Schlepper und Terroristen verurteilte  Menschen für Jahre im Knast, nur weil sie Boote gesteuert oder Telefone bedient haben.  

 

 

 

Noch immer ist die Situation für die Menschen auf Lesbos und an unzähligen anderen Orten an den EU-Außengrenzen unerträglich und rücksichtslos inhuman.

 

 

 

Geflüchtete sind in unserem System in Europa, ebenso wie zahllose osteuropäische ArbeiterInnen,  nur als Billigarbeitskräfte geduldet. Ob in den Gewächshäusern Spaniens, als SexarbeiterInnen in (westeuropäischen) Städten, als ProduzentInnen von Gemüse in Italien, auf den Spargelfeldern und in den Schlachthäusern Deutschlands – Tomaten, Erdbeeren, Spargel und Kotelett scheinen wichtiger zu sein als das Leben derer, die dafür Tag für Tag billig entlohnt schuften.

 

 

 

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Zeitgleich verschärft sich der Kampf der Herrschenden um knapper werdende Rohstoffe und Wasser zusehends, während sich die, jegliche Grundlagen allen Lebens rücksichtslos zerstörenden, der kapitalistischen Logik immanenten Verhältnisse immer weiter manifestieren – es sind dieselben Verhältnisse, die die Not und den Hunger in weiten Teilen der Welt aufrecht erhalten, die auch Geflüchtete im Mittelmeer ertrinken lassen und die Lager in Griechenland errichtet haben. Dieselben mörderischen Verhältnisse haben zuvor in Griechenland, Spanien und Italien die Gesundheitssysteme kaputtgespart. Sie sind mitverantwortlich für zehntausende Corona Tote.

 

 

 

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Während wir hier schreiben findet dies alles ohne größere Resonanz, geschweige denn einer öffentlichen Auseinandersetzung oder gar Widerstand statt – sind rassistische Überfälle Teil des Alltags, werden linke PolitikerInnen, AnwältInnen, AktivistInnen mit dem Tode bedroht, während sich auf den Straßen zehntausende Mitmenschen mit Faschisten und Antisemiten gemein machen – um gegen oder für diffuse Vorstellungen und Ansichten zu demonstrieren – die bestehenden Herrschaftsverhältnisse jedoch werden davon unberührt bleiben.

 

 

 

Diese Herrschaftsverhältnisse haben einen alten Namen. Es ist das kannibalistische, das menschenmordende, weltfressende, unmenschliche kapitalistische Ungeheuer – in diesem Herrschaftsverhältnis, in dem alles und jedes zur Ware, zum Kapital, zur Investition werden sollen, in dem alle sozialen Beziehungen zu Warenbeziehungen degradiert werden, ist es Teil des Widerstandes sich soldarisch außerhalb der kapitalistischen Verwertungslogik zu organisieren.

 

 

 

 

So wie wir traurig und wütend sind, enthält unsere Absage auch einen Aufruf.  Dort wo wir leben, die herrschenden Verhältnisse anzugreifen. Sie sind menschengemacht. Sie können von Menschen geändert werden.

 

 

 

 

Solidarische Grüße.

Widerstand wächst durch unser Handeln.




KUHLMÜHLE - WITTSTOCK


SEENOTRETTUNG - SOLIDARITÄT IST KEIN VERBRECHEN!


Die Kriminalisierung aller in dem Bereich Seenotrettung handelnden Personen betrifft auch Menschen aus unserem/deinem Umfeld - (Potsdamer) Freunde und Freundinnen, die sich im Mittelmeer konkret an der Rettung von Menschen in Not beteiligt haben. Auf der Grundlage des Vorwurfs "Beihilfe zur illegalen Einwanderung" drohen den Betroffenen aus den Crews der IUVENTA 10 Haftstrafen bis zu 20 Jahren und Strafzahlungen in Millionenhöhe. Schon allein die laufenden Verfahrenskosten werden mindestens 500.000 Euro betragen.

 

Daher werden wir als Benefiz ein solidarisches Festival veranstalten - mit dem Ziel, die Menschen der IUVENTA 10 finanziell unterstützen zu können...

 

COOLMÜHLE SOLIDAR FESTIVAL

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KUHLMÜHLE / WITTSTOCK

 

Wir - das sind verschiedenste Menschen aus Potsdam, die schon lange miteinander verbunden sind und u.a. mit dieser Initiative ein Zeichen setzen wollen - gegen die durch europäische Regierungen vorangetriebene migrationsfeindliche Politik und der Kriminalisierung der Hilfe und der Rettung notleidender Menschen.

 

Warum in Kuhlmühle? - Wir sind mit den Menschen vom Coolmühle Projekt sehr gut befreundet und haben in den vergangenen Jahren dort bereits zwei sehr schöne Feste gefeiert. Die Lage inmitten Brandenburger Wälder und am wunderschönen Großen Baalsee, die Struktur der Anlage und des Geländes dort, sowie die Menschen vor Ort bieten eine wunderbare Grundlage für ein Zusammenkommen vieler Menschen.

 

Der Coolmühle e.V. stellt uns für das Festival sein Vereinsgelände kostenfrei zur Verfügung. Dafür und für die generelle Unterstützung - vielen Dank!

 

Auf verschiedenen Floors und Bühnen wird es über zwei Tage und Nächte eine Vielzahl an Live-Acts und DJs zu hören und zu sehen geben und in und an diversen Bars und Ständen erwarten Euch feine Getränke und kulinarische Köstlichkeiten. Zwischendurch kann im nahen See gebadet oder das Rahmenprogramm genossen werden...




Wir wollen gemeinsam mit Euch eine gute Zeit haben und Räume schaffen, in denen sich alle wohl und sicher fühlen können. In diesem Sinne werdet Euch bitte darüber bewusst - wir alle sind Teil des Festivals und also mitverantwortlich dafür, was aus diesen zwei Tagen und Nächten wird!

 

Eine soziale, solidarische und verantwortungsbewusste Grundhaltung setzen wir voraus. Und genauso klar ist auch - die Coolmühle ist kein Ort für Rassismus, Faschismus, Sexismus und Homophobie!